„Der gute produktive Infekt“

So läuft ein Inekt ab

Vor allem bei Morbus Crohn und Colitis ulcerorsa ist eine gesunde Immunreaktion wichtig, damit sich Entzündungsreste nicht in der Darmschleimhaut ansammeln. Doch wie verläuft eigentlich ein guter, produktiver Infekt? Nach Auffassung der Chinesischen Medizin sind es vier Phasen, die der Körper durchläuft:

Infekt-Aktivierungsphase:
Die Abwehrenergie Wei-Qi wird wachgerüttelt, Haut und Schleimhäute laden sich energetisch auf. Hauptbeschwerden sind Kälteempfindungen, Körperschmerzen und Krankheitsgefühl.

Infekt-Mobilisierungsphase:
Der Infekt führt zu einer Mobilisierung von Abwehrzellen und -stoffen. Die Lymphströme werden gesteigert, die Schleimhäute schwellen an. Schnupfen und Husten sind zu nächst noch wässrig oder trocken. Eine belegte Atmung stellt sich ein, der Appetit lässt nach. Beim Magen-Darm-Infekt kommen Unwohlsein oder Bauchschmerzen hinzu. Oft entwickelt sich ein Fieber, was die allgemeine Durchblutung steigert. Mit der schleimhautbezogenen Säftemobilisierung oder dem Anstieg des Fiebers lassen die Körperschmerzen der Phase 1 in der Regel nach. Die Hauptbeschwerden dieser Phase ergeben sich aus den Schwellungs- und Entzündungsvorgängen an den Schleimhäuten und aus dem Fieber.

Infekt-Ausscheidungsphase:
Auf den Schleimhäuten kommt die Schleimsekretion in Gang. Schnupfen und Husten werden produktiv. Produziert wird ein „gehaltvoller“, meist gefärbter Schleim. Beim Magen-Darm-Infekt entwickeln sich „befreiende“ Durchfälle. Wenn die Ausleitungen ihren Höhepunkt erreicht haben, lässt das Fieber (wenn vorhanden) nach. Die Beschwerden dieser Phase sind in den Ausscheidungsprozessen begründet. Muskuläre Überreaktionen im Sinne von Darmkrämpfen oder spastischem Husten können auftreten.

Infekt-Regenerationsphase:
Die Ausleitungen sind bis auf ein kaum noch beschwerliches Restniveau abgeklungen, die Temperatur hat sich normalisiert. Der Appetit ist zu rückgekehrt. Jetzt ist noch etwas Zurückhaltung beim Essen geboten. Der Mensch fühlt sich vielleicht etwas geschwächt, aber frisch, erneuert. In ein, zwei Tagen kann er sich wieder dem Alltagsgeschäft zuwenden.

 

 


Weitere Artikel

Eine Fehlsteuerung des Immunsystems

Ursachen für Colitis ulcerosa und Morbus Crohn im Sinne der Chinesischen Medizin sind andere, als die Schulmedizin sie kennt. Die Chinesische Medizin sucht nach den körperlichen und seelischen Wurzeln der chronischen Darmentzündungen. Durch Puls- und Zungendiagnose und eine sehr genaue Anamnese mit Fragen über Schlaf, Ausscheidung, Infektverhalten und Befindlichkeitsstörungen, erhalten Therapeuten dazu wesentliche Informationen. Ziel der darauf aufbauenden, individuellen Therapie: ein gut funktionierendes Immunsystem wiederherstellen. weiterlesen


Alternative Behandlung korrigiert Immunverhalten

Die alternative Behandlung von chronischen Darmentzündungen besteht im Wesentlichen darin, den Organismus nach und nach bis zum Beginn der Immunstörung zurückzuführen. Er wird in die Lage versetzt, das Immunverhalten zu korrigieren, und von neuem einzuüben. Auch wird der Patient befähigt, im sozialen Umfeld ein neues Selbstbehauptungs- und Abgrenzungsverhalten zu zeigen und sein Spannungshaushalt im psychosozialen Kontakt neu auszurichten. Die wichtigste alternative Behandlungs-Methode bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa stellt dabei die Therapie mit Chinesischen Arzneimitteln dar. weiterlesen


Gesunde Ernährung bei Darmentzündungen

Wenig Fleisch und mindestens ein Apfel am Tag – viele verbinden das mit gesunder Ernährung. Aus Sicht der Chinesischen Medizin bedeutet gesunde Ernährung bei Morbus Crohn und Colitis ulcerorsa aber viel mehr als die Konzentration auf eine obst- und gemüsereiche Kost. weiterlesen


Klinik mit viel Erfahrung bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Die Klinik am Steigerwald behandelt seit Klinikgründung Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und verfügt über viel Erfahrung. Es sind überwiegend Menschen, die als „ausbehandelt“, als „therapieresistent“ gelten. Frisch Erkrankte, die bei uns aufgenommen werden möchten, haben es sehr schwer, wenn sie mit den Krankenkassen um die Übernahme der Kosten verhandeln. Das hat zur Folge, dass viele erst in die Klinik kommen, nachdem ihnen mit Methoden der Schulmedizin nicht mehr geholfen werden konnte. weiterlesen