Ursachen-Suche: Erkrankungen aus der Kindheit relevant

Zunge zeigt welche Ursachen vorliegen

Am Anfang der alternativen Behandlung nach den Grundsätzen der Chinesischen Medizin steht die chinesische Diagnose, also die Suche nach den Ursachen. Zwar liefert schon die westliche Definition des Entzündungstyps wertvolle Informationen, aber sie reicht bei Weitem nicht aus, um eine auf den Einzelfall passende chinesische Behandlungs-Strategie zu entwickeln. Es bedarf vielmehr einer chinesischen Anamnese, die nach den Begleitparametern des schleichenden Prozesses fragt, der die Ursache der chronischen Darmentzündung ist.

Die autoimmune Entgleisung hat eine Geschichte, die für die alternative Therapie wertvolle Informationen bereithält. Diese Geschichte kann nur der Patient erzählen. Er ist der Experte seiner Erkrankung. Bei der Ursachen-Suche fragt der Arzt daher gezielt nach der Beschwerdeentwicklung, nach Ernährungsgewohnheiten, nach Beschaffenheit der Ausscheidungen, nach Temperaturempfinden, seelischen Belastungen, Abgrenzungsverhalten usw. – bis hin zu den ganz individuellen Veränderungen des subjektiven Befindens. Von besonderem Interesse bei der Ursachen-Suche sind für den Arzt Kinderkrankheiten und andere frühzeitige Infektbelastungen, auch wenn diese schon sehr lange zurückliegen.

In der Kindheit lernt der Organismus, mit krankmachenden Einflüssen umzugehen. Es macht für die alternative Therapie einen großen Unterschied, wenn Patienten in der Kindheit bspw. eher zu Mittelohrentzündungen geneigt haben oder eher zu Mandelentzündungen und Halsschmerzen. Es ist auch ein Unterschied, ob Patienten in der Kindheit kein Fieber entwickeln konnten oder im Jugendalter massive Nasennebenhöhlenprobleme hatten. Patienten mit Mandelentzündungen in Kindheit und Jugend z.B. entwickeln später eher einen Entzündungstyp der chinesisch als „Bluthitze“ bezeichnet wird und mit Entzündungen in größerer Gewebstiefe wie z.B. bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa einhergeht. Patienten mit Colitisa ulcerosa zeigen in der Kindheit häufiger eher eine Neigung zu Mittelohrentzündungen und später zu Nasennebenhöhlenprozessen.


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