Das Krankheitsbild aus Sicht der Chinesischen Medizin (TCM)

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn

Therapieverlauf

Die Klinik am Steigerwald behandelt seit 1997 Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Es sind überwiegend Menschen, die als "ausbehandelt", als "therapieresistent" gelten. Eben erst Erkrankte, die in die Klinik aufgenommen werden möchten, haben es sehr schwer, wenn sie mit den Krankenkassen um die Übernahme der Kosten verhandeln. Das hat zur Folge, dass viele erst zu dem Schritt sich entscheiden, nachdem ihnen mit Methoden der Schulmedizin nicht mehr geholfen werden konnte: Ein Patient kann z. B. die Colektomie - die operative Entfernung des Dickdarms - als Lösung, die am Ende noch übrig bleibt, nicht akzeptieren; ein anderer erträgt sein Vollmondgesicht, das ihm die Cortison-Behandlung beschert hat, nicht mehr; eine Patientin mit Morbus Crohn misstraut nach zweimaliger Fistelentfernung der Empfehlung zu einer erneuten Operation. So sind es also vorwiegend Problem-Fälle, mit denen die Ärzte in der Klinik es zu tun haben. Dass dabei Einsichten gewonnen werden können, die auch für die Behandlung leichterer Verlaufsformen hilfreich sind, liegt auf der Hand.
Die Behandlungsdauer bei den schweren Fällen erstreckt sich meist über ein bis zwei Jahre. Die Patienten bleiben zwischen 3 bis 6 Wochen zur stationären Behandlung und werden danach ambulant weiter betreut.
Seit 1999 legt die Klinik eine umfassende Behandlungsdokumentation an. Unter Einschluss einer Nachbeobachtungszeit von zwei Jahren verfolgt man den Heilungserfolg. Knapp zwei Drittel von den stationären Patienten konnte geholfen werden, und die bei der Entlassung festgestellte Besserung erwies sich in der Nachbeobachtungszeit als stabil. In vielen Fällen konnte eine den Patienten schon in Aussicht gestellte Darmoperation vermieden werden.
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Zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa hat die Klinik am Steigerwald ihr Behandlungsverfahren der traditionellen chinesischen Medizin evaluiert.

Die Ergebnisse der Studie, die in der Fachzeitschrift "Forschende Komplementärmedizin" veröffentlicht ist, finden Sie neben weiteren Informationen auf der Seite www.tcm-studien.de.